Sehr geehrte Damen und Herren!
Ich möchte Sie im Namen des Vereins Kultur und Zukunft e.V. herzlich willkommen heißen. Wir sind hier zur Demonstration erschienen um an den rechtsmotivierten Übergriff im Frühjahr des vergangenen Jahres zu erinnern. Damals sind wir zusammen gekommen, um uns mit Toni, dem Veranstalter des Ska- und Punkrock-Konzertes in Delitzsch, und seinen Freunden zu solidarisieren, die feige von Neonazis angegriffen wurden. Das Opfer der damaligen Tat, der aus Tschechien stammende Petr, wird für immer sehbehindert und traumatisiert bleiben. Im vergangenen Jahr stiegen die Straftaten rechter Gewalt in Deutschland wieder tendenziell an. Auch in Delitzsch nahmen die brutalen Übergriffe auf anders Aussehende nicht ab.
Als langjähriger Gast dieser Stadt habe ich vor Ort meine eigenen Erfahrungen sammeln können. Dabei wurde mir vor allem eines deutlich: Seit Ende der Neunziger bis heute hat sich an der Politik und dem Verhalten der Stadt Delitzsch gegenüber Opfern faschistischer Übergriffe nicht geändert! Engagement gegen Faschismus wird nach wie vor generell oder durch nicht unerhebliche Auflagen verhindert bzw. erschwert.
Seit dem vergangenen Jahr hat sich aber auch etwas Positives in Delitzsch getan. Beherzte Bürger der Stadt und viele Förderer haben den „Kultur und Zukunft e.V.“ gegründet Weiterlesen
Auch wenn das 



Delitzsch (cj). Einen Übergriff, vermutlich politisch motiviert, hat es am vergangenen Wochenende in Delitzsch am Unteren Bahnhof gegeben. Samstag Mittag habe ein junger Mann zusammen mit seiner Mutter und zwei weiteren Personen mit dem Zug nach Leipzig fahren wollen, um dort ein Ska-Festival zu besuchen, wird der Fall im Internet geschildert. Nach Öffnen der Zugtüren „kam eine Faust ins Gesicht geflogen, die Mutter des Betroffenen stellte sich zwischen Täter und Sohn“, wird der Vorfall unter anderem über das soziale Netzwerk Facebook weiter verbreitet. Der Täter sei ein bekannter Nazi aus Delitzsch, man habe Anzeige erstattet. Verknüpft wird die Schilderung mit dem Aufruf, am 23. November am Konzert und der Demo „No Dancing with Nazis“ teilzunehmen. „Es hört nicht auf! Delitzscher geht auf die Straße und lasst euch nicht alles gefallen! Verbreitet das und kommt am 23. November zur Streetparade nach Delitzsch! Seid laut gegen Nazis!“, so die Forderung im Netz weiter. Die Delitzscher Polizei bestätigt auf LVZ-Anfrage, dass Anzeige wegen des Übergriffs am Unteren Bahnhof erstattet wurde – in der Anzeige sei die angreifende Person auch namentlich benannt. Die Ermittlungen zu dem Fall laufen.
Delitzsch (cj). Nach hinten verschoben wird die zweite Auflage von No Dancing With Nazis am 23. November. Eigentlich sollte schon um 13 Uhr Beginn für die Veranstaltung gegen Rechtsradikalismus sein, die unter anderem von Prinzen-Sänger und Gellert-Preisträger Sebastian Krumbiegel unterstützt wird (wir berichteten). Nun haben die Veranstalter aus organisatorischen Gründen den Zeitplan geändert: Beginn für die Streetparade, eine bunte und musikalisch umrahmte Demo durch Delitzsch, ist um 14 Uhr am Unteren Bahnhof. Das 